Konflikte gibt es im Job zwangsläufig zu bewältigen - selbst dann, wenn Sie ein sehr friedliebender Mensch sind, der gerne für Harmonie sorgt. Wenn Projekte unter Zeitdruck fertiggestellt werden müssen, die Bilanzen schlecht ausfallen, die Konkurrenz Ihrem Unternehmen mit innovativen Ideen die Kunden abspenstig macht oder eine Krankheitswelle alle noch gesunden Mitarbeiter zu Überstunden zwingt, dann sind die Nerven angespannt und schnell wird ein unbedachtes Wort als Provokation aufgefasst. Das Problem: Wenn Konflikte erst einmal eskalieren, dann wird es schwer, sie schnell und unkompliziert beizulegen.
Daher ist es wichtig zu wissen, wie Sie zur Deeskalation beitragen können, wenn die Emotionen hoch kochen und die Stimmung gereizt ist.
1. Bleiben Sie neutral und ergreifen Sie nicht Partei
Häufig eskalieren Konflikte, weil andere eigentlich unbeteiligte Personen in einen Streit mit hineingezogen werden. Das führt dazu, dass sich die Fronten schnell verhärten. Wenn es möglich ist, sollten Sie sich daher nicht dazu hinreissen lassen Partei zu ergreifen. Hören Sie sich an, was die Streithähne zu sagen haben, aber mischen Sie sich nicht ein, wenn Sie nicht betroffen sind.
2. Argumentieren Sie sachlich
Oft beginnt ein Streit ganz harmlos, beispielsweise mit einem Missverständnis. Dann gibt ein Wort das andere und plötzlich sind alle beleidigt und fühlen sich persönlich angegriffen. Daher sollten Sie sich immer bemühen, Kritik sachlich vorzutragen. Greifen Sie niemanden an und vermeiden Sie Wertungen und Verallgemeinerungen.
3. Versuchen Sie, konstruktive Lösungen zu finden
Gehören Ihre Kollegen zu denjenigen Menschen, die scheinbar Spass daran haben, einen schwelenden Konflikt anzuheizen? Dann wird es schwierig eine Eskalation zu verhindern. Um so wichtiger ist es, dass wenigstens Sie einen kühlen Kopf bewahren und Lösungen finden, anstatt beleidigt zu sein oder immer nur hinter dem Rücken anderer zu lästern.
4. Lassen Sie sich von einer konfliktgeladenen Atmosphäre nicht runterziehen
Wenn in einem Team permanente Anspannung herrscht, jeder Angst hat, etwas falsches zu sagen oder es zu einer Grüppchenbildung kommt, dann sinkt automatisch die Leistungsfähigkeit und es wird immer schwerer, gute Arbeitsergebnisse zu erzielen. Versuchen Sie daher, sich von einer derart angespannten Atmosphäre nicht anstecken zu lassen und schlagen Sie eine Supervision vor, wenn sonst nichts mehr hilft. Ihr Team braucht dann eine neutrale Person die hilft, Probleme zu erkennen und aufzuarbeiten.
5. Lassen Sie Gras über die Sache wachsen
Grundsätzlich ist es besser, Konflikte zeitnah beizulegen und diese nicht auszusitzen. Wenn aber abzusehen ist, dass sich die Stimmung bessern könnte, wenn alle Beteiligten ein wenig Abstand gewinnen, dann kann es sinnvoll sein, den Problemen auch mal aus dem Weg zu gehen. Eine derartige Situation tritt oft auf, bevor die Ferienzeit anbricht oder auch gegen Jahresende. Nach dem Urlaub oder nach den Weihnachtsfeiertagen haben sich die Wogen dann geglättet, alle sind erholt und die Stimmung ist automatisch entspannter.
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