Tagtäglich gehen wir zur Arbeit koordinieren Familie und Beruf. Sie haben alles im Griff und auch zusätzliche Aufgaben, die der Chef Ihnen zu teilt, bewältigen Sie ganz gut. Stress gab es schon immer, doch in den letzten Jahren stieg die Erkenntnis bei Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Psychologen und Arbeitsmedizinern, dass er in jeder Branche vorhanden ist. Kurzzeitige hohe Beanspruchung kann ein Vorteil sein, sie kann die Motivation steigern und bringt Herausforderungen, an denen Sie wachsen. Bleibt der Stress-Level aber konstant hoch und sie finden kein Ventil, um davon abzulassen, kann das negative psychische Folgen nach sich ziehen. Wer rechtzeitig erkennt, wann sein Limit in Punkto psychischer Belastung im Job erreicht ist, kann mit Entspannungstraining gezielt dagegen vorgehen.

Wie macht sich Stress bemerkbar?

Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, häufige Fehler, gestörte Aufmerksamkeit und ein negativer Gefühlsstatus sind deutliche Anzeichen einer Überbelastung. Wird der Stress zu gross, kann diese negative Auswirkung haben, die bis zu chronischen Berufskrankheiten führen können. Die Gründe der Belastungsfaktoren sind vielfältiger Natur, sie resultieren zum einen aus Problemen in den Aufgaben, der Organisation am Arbeitsplatz, der Arbeitsumgebung oder den Beziehungen der Kollegen und Mitarbeiter untereinander. Häufig tritt Stress auf, wenn ein Arbeitnehmer bezüglich seiner Erfolge keine Rückmeldung oder kein Lob erhält. Werden seine Leistungen nicht gewürdigt, senkt dies nicht nur die Motivation, sondern kann auch psychischen Stress auslösen. Die Volkskrankheit "Burnout" tritt vor allem bei Arbeitnehmern auf, die eine sitzende Tätigkeit ausüben. Ursache sind zu viel Stress, fehlende Bewegung, einseitige Belastung und die dadurch resultierenden Verspannungen. Entspannungsübungen sind ideal, um Körperanspannung zu lösen und neue Energie zu mobilisieren, einseitige Belastung wird ausgeglichen und Körper und Kopf werden reanimiert.

Mit Entspannungstraining gezielt vorgehen

Teilweise fördern verschiedene Krankenkassen betriebliche Massnahmen, welche durch Entspannungstraining gegen Krankheiten vorbeugen können. Besteht bei Ihrem Arbeitgeber kein solches Angebot, sorgen Sie selbst für Ihre innere Ausgeglichenheit. Eine hervorragende Methode, Körper und Geist aus zu balancieren ist mentales Entspannungstraining. Nutzen Sie die Pausen, nehmen Sie eine bequeme Haltung ein und halten Sie die Augen geschlossen. Legen Sie Ihre Konzentration auf eine ruhige Atmung und stellen Sie sich einen idyllischen Ort vor. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, stellen Sie sich den Platz vor, wo Sie jetzt am liebsten wären. Am Meer, in den Bergen, beim Betrachten eines Sonnenuntergangs oder gemeinsam mit dem Partner Hand in Hand bei einem Waldspaziergang. Denken Sie an Ihre Lieblingsmusik oder an Vogelgezwitscher, nutzen Sie den Raum in Ihrer Fantasie. Geniessen Sie diese Stille, solange es geht, dann räkeln und strecken Sie sich und gehen entspannt wieder zur Arbeit zurück. Dies ist eine einfach durch zu führende Übung, um zwischendurch Kraft, Motivation und Energie zu tanken. Dabei geht es um das Training der Selbstwahrnehmung und ein gesteigertes Bewusstsein, Energiezustände wie Stress, Anspannung oder Ermüdung regulieren sich.

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