Arbeiten Sie um zu leben oder leben Sie um zu arbeiten? Anders gefragt: Ist der Job Mittel zum Zweck, dient also allein dazu ein erfülltes Leben in finanzieller Sicherheit zu führen, seine Familie zu ernähren und sich hin und wieder Extras wie Urlaube leisten zu können? Oder ist Ihr Job auch Teil Ihres Lebens, weil er zum Beispiel dazu beiträgt, dass Sie sich selbst verwirklichen können? Die Antworten auf diese Frage können Sie sich nur selbst geben. Fakt ist aber, dass die meisten Menschen gerne arbeiten gehen, wenn sie einen Job haben der sie ausfüllt, für den sie angemessen entlohnt werden und der sie weder über- noch unterfordert. Wer keiner Arbeit nachgeht oder unglücklich ist mit dem was er tut ist häufig unzufrieden mit sich und der Welt. Die Tage plätschern nur so dahin und Sie haben am Abend nicht das Gefühl etwas geleistet zu haben. Höchste Zeit also sich zu fragen, ob Sie mit dem was Sie täglich tun zufrieden sind und sich vorstellen können diese Tätigkeiten noch viele weitere Jahre zu verrichten.
Ein überdurchschnittliches Gehalt allein macht nicht glücklich
Das Leben ist kein Ponyhof - und das Berufsleben schon gar nicht. Trotzdem: Wenn Sie unzufrieden mit Ihrem Job sind, dann wirkt sich das auch auf Ihr Privatleben aus. Dabei geht es nicht nur darum möglichst viel zu verdienen. Die persönliche Zufriedenheit wächst nicht proportional mit dem Gehalt. Es gibt viele Menschen die sich ein Luxusleben leisten können, trotzdem aber nicht glücklich in Ihrem Job sind. Andererseits gibt es viele Geringverdiener und Arbeitnehmer, die mit einem durchschnittlichen Gehalt zufrieden sind. Das liegt vor allem daran, dass sie Spass haben an dem was sie tun oder aber das Gefühl haben, etwas Nützliches und Sinnvolles zu leisten. Ein Beispiel: In sozialen oder medizinischen Berufen verdienen Sie als Arbeitnehmerin nur einen Bruchteil von der Summe, die Manager, Banker und erfolgreiche Unternehmer auf ihrem Gehaltszettel lesen dürfen. Trotzdem gibt es viele Krankenpflegerinnen, Erzieherinnen und Physiotherapeuten, die ihren Job lieben - und das obwohl sie nicht nur wenig verdienen, sondern aufgrund von Sparmassnahmen einer grossen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind.
Haben Sie noch Freude an Ihrem Job?
Es ist also durchaus wichtig für Sie und Ihr Wohlbefinden, dass Sie zufrieden sind mit dem was Sie täglich tun. Es geht nicht darum, jeden Tag mit einem Lächeln auf den Lippen das Büro zu betreten und zu verlassen. In keinem Job, und sei er noch so erfüllend, werden Sie jeden Tag glücklich den Heimweg antreten. Manchmal läuft alles schief, der Chef beschwert sich und die Kollegen haben schlechte Laune. Wichtig ist dass Sie sich fragen, ob Sie grundsätzlich zufrieden sind und die Arbeitsbedingungen für Sie stimmen. Wenn das nicht der Fall ist sollten Sie handeln. Es muss ja nicht immer gleich eine Umschulung sein und auch der Weg in die Selbstständigkeit ist nicht für jeden der Richtige. Aber vielleicht ist es für Sie einfach an der Zeit sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen und einen Neustart zu wagen.
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