Sowohl Depressionen als auch ein Burnout gelten heute als Volkskrankheiten und sind in der westlichen Welt weit verbreitet. Nicht so einfach ist es, die Krankheiten voneinander abzugrenzen, da gerade ein Burnout häufig mit depressiven Phasen einhergeht. Ein Burnout tritt aber eher im Kontext mit beruflichen Problemen auf, während sich eine Depression auf alle Lebensbereiche auswirkt. Wer an einem Burnout leidet, fühlt sich also möglicherweise nur im Job müde, antriebslos und gestresst, empfindet aber ausserhalb der Arbeitszeit durchaus Lebensfreude und Zuversicht. Depressionen sind in der Regel nicht mit einem beruflichen Kontext verknüpft. Betroffene fühlen sich über einen längeren Zeitraum hinweg nahezu immer traurig, antriebslos und müde. Sie leiden unter Selbstzweifeln und ziehen sich immer mehr in ihr Schneckenhaus zurück.
Fakt ist: Sowohl ein Burnout als auch eine Depression dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden! Nur eine gezielte Therapie kann den Krankheiten wirklich entgegenwirken.
Eine Burnout kann in einer Depression enden
Wie bereits erwähnt, sind die Ursachen für ein Burnout häufig in der beruflichen Situation zu suchen. Wenn Sie das Gefühl haben im Job unter Dauerstress zu stehen und sich selbst alles abverlangen, dann kann das schon ein erstes Anzeichen dafür sein, dass Sie von einem Burnout bedroht sind. Wer sich täglich aufreibt, mit sich und den Anforderungen kämpft, fühlt sich irgendwann ausgelaugt, müde und leer. Zunächst wird der tägliche Kampf möglicherweise gar nichts als solcher empfunden - bis es zu spät ist und alle Kraftreserven aufgebraucht sind. Denn wird das Problem nicht erkannt, kann es durchaus möglich sein, dass ein Burnout nur die Vorstufe einer Depression war. Im fortgeschrittenen Stadium lassen sich beide Krankheiten nur noch schwer voneinander abgrenzen, weil die Betroffenen, die sich zunächst zumindest zeitweise in ihrer Freizeit entspannen und erholen konnten, auch nach Feierabend melancholisch und antriebslos sind. Dann wirkt sich das Burnout auf alle Lebensbereiche aus und kann in einer Depression gipfeln.
Lassen Sie Hilfe zu, wenn Sie Symptome an sich bemerken
Versuchen Sie, ehrlich zu sich selbst zu sein und ignorieren Sie auf keinen Fall die Alarmzeichen Ihres Körpers! Wenn Sie Symptome eines Burnouts oder einer Depression bei sich bemerken, sollten Sie handeln. Vielleicht werden Sie auch von Freunden oder Familienmitgliedern auf Ihren Gemütszustand angesprochen. Manchmal ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenn Sie sich anderen Menschen anvertrauen und sich Ihre Sorgen von der Seele reden. Dabei sollte es aber nicht bleiben: Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt über Ihre Symptome. Er wird Sie beraten und mit Ihnen besprechen, wie eine weitere Therapie aussehen kann. Gerade bei einem Burnout kann es sinnvoll sein, wenn Sie zunächst ein wenig Abstand zu Ihren Problemen im Job gewinnen und erst einmal krankgeschrieben werden. Im Fall einer Depression helfen langfristig häufig nur eine Psychotherapie und die Einnahme von Medikamenten, sogenannten Antidepressiva.
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