Es gibt Tage, die belasten die Nerven ganz besonders stark und es wird schwer, mit dem ganzen Frust umzugehen, der auf einen einprasselt. Pünktlich Feierabend machen? Daran ist nicht zu denken, denn mehrere Kollegen sind krank. Lob vom Chef, weil Sie sich besonders eingesetzt haben? Darauf können Sie lange warten - für den Herrn ist es selbstverständlich, dass man sich als Angestellte ein Bein ausreist, um beim Kunden Eindruck zu schinden. Wenn dann auch noch die Kollegin ihre schlechte Laune an Ihnen auslässt, dann brauchen Sie ein "dickes Fell" bzw. ein hohes Mass an Frustrationstoleranz, wie der Fachausdruck heisst. Aber wie schafft man es, auch in stressigen Situationen die Ruhe zu bewahren, Kritik nicht persönlich zu nehmen und im Job auch dann motiviert zu bleiben, wenn scheinbar niemand bemerkt, wie sehr man sich Mühe gibt?

Dem Umgang mit Frust müssen bereits Kleinkinder lernen

Die meisten Menschen müssen bereits in der frühen Kindheit erfahren, dass das Leben sehr oft nicht nach Plan läuft. Die Eltern rationieren die Süssigkeiten, Geschenke gibt es nicht ohne Anlass, der Bruder zerstört mutwillig das Lieblingsspielzeug und wenn man sich nicht an Regeln hält, hat das unangenehme Konsequenzen. Grundsätzlich ist es für jeden Menschen wichtig zu lernen mit Frust umzugehen, denn mit diesem werden Sie im Alltag in der Regel häufig konfrontiert. Wenn aber die Frustration überwiegt und Sie zu wenig positive Erfahrungen machen, dann kann das die Psyche stark belasten. Im Job kommt das häufig vor, weil alle gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders unter Druck stehen und sich schwer tun Kollegen und Mitarbeiter so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Es ist daher wichtig, dass Sie sich in solchen Phasen nicht aus der Bahn werfen lassen. Versuchen Sie, auch in stressigen Zeiten gelassen zu bleiben und gehen Sie nicht zu hart Mitbesitz und anderen ins Gericht, wenn die Dinge anders laufen als geplant.

Wenn der Frust zu gross wird, sollten Sie handeln

Wichtig ist, dass Sie frustrierende Erlebnisse nicht zu sehr an sich herankommen lassen. Natürlich ist es nicht verkehrt zu reflektieren, warum etwas schief gelaufen ist. Wenn Ihr Chef aber grundsätzlich mit Lob geizt und als eher mürrischer Zeitgenosse gilt , dann ist es sinnlos wenn Sie tagelang darüber nachdenken, warum er Ihnen gegenüber nicht freundlicher auftritt und Ihre Leistungen häufiger würdigt. Holen Sie sich Ihre Bestätigung dann in Ihrer Freizeit, bei Ihrer Familie und Freunden, oder, indem Sie sich beim Sport auspowern. Wenn der Joballtag für Sie jedoch nur noch mit frustrierenden Erfahrungen einhergeht, dann ist es Zeit etwas zu verändern. Vielleicht hilft es schon, um neue Aufgaben oder um die Versetzung in eine Abteilung zu bitten. Ist das keine Option, sollten Sie auch in Erwägung ziehen sich beruflich zu verändern. Wenn Sie nur noch negative und demotivierende Erlebnisse im Job verarbeiten müssen, leidet darunter in der Regel auch das Privatleben.

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